IT-SUPPORT

Adieu, alte IT-Support Welt

Seit den 2000er Jahren, arbeite ich an Migrationen von Windows "alte Version" auf Windows "neue Version". In der ...


Windows XP migrireren, alte Welt!Seit den 2000er Jahren, arbeite ich an Migrationen von Windows "alte Version" auf Windows "neue Version". In der Zwischenzeit dürfte ich weltweit mehr als 500.000 Windows Arbeitsplätze migriert haben. Zusätzlich dazu habe ich diverse SCCM-Infrastrukturen aufgesetzt und sehr viele vorbereitende Maßnahmen, wie Infrastrukturanalyse, Optimierungen zwischen den Standorten, sowie Konsolidierungen von Netzwerken und Diensten erfolgreich umgesetzt.

Die Erfahrung in all den Jahren hat gezeigt, das die Komplexität und gleichzeitig die Anforderungen an ein modernes Clientmanagement enorm gewachsen sind. Alleine die Möglichkeiten, Unternehmen weltweit via VPN und MPLS-Leitungen mit allen Niederlassungen zu verbinden um so in allen Standorten alle benötigten Services verfügbar zu haben ist eine Leistung.

Im Jahr 2015 habe ich meine erste EMEA-SCCM-Umgebung aufgesetzt und diese inklusive Windows 10 1507 für cirka 3.000 Clients aus Europa, Asien und Afrika verfügbar und managebar gemacht. Gleichzeitig haben wir das Patch-Management noch via WSUS separat gemacht und die erste Softwarepakete, einheitlich an alle Clients verteilt. Das war ein Paukenschlag für den Kunden und ist bist heute in Betrieb. Der erste Windows 10 Arbeitsplatz hat die Geschwindigkeit für Rollouts extrem erhöht, aber die Komplexität in den einzelnen Bereichen nicht veringert.

Hier ist mir erstmals auch aufgefallen, dass durch die verschiedene Hardware, meist 1-4 verschiedene Hersteller für Laptops und PC´s, kein Arbeitsplatz dem anderen gleicht. Alleine die Abhängigkeiten für BIOS ( Microsoft Windows und BIOS für TPM), Peripherie (Treiber) und die verschiedenen Applikationen bringen Probleme, die teils sehr komplex und anspruchsvoll zu lösen waren.

Alleine der Hardware-Zyklus, wo Laptops und Geräte getauscht wurden, erhöhte die Modelreihe in der Anzahl enorm. Hier kam ich bei einem Kunden an mein persönliches Limit. Zwar nur ein Hersteller für die Laptops, aber 43 verschiedene Modelle. Hier musste eine BIOS-Compliance für ein Audit hergestellt werden. Bei der Hardwareinventur waren die BIOS-Versionen im Alter auf cirka 1-5 Jahre verteilt. Einige Modelle ließen sich nur noch mit kommutativen Updates in 7 Schritten auf die aktuellste Version bringen. Zusätzlich mussten natürlich auch alle Laptops mit Bitlocker verschlüsselt werden, was wiederum einen kompatiblen TPM-Chip voraussetzte.

Selbst hier, bei nur einem Hersteller, ist es nicht möglich eine einzige BIOS Konfiguration vorzubereiten, die am Ende auf alle Modelle eines Herstellers anwendbar ist. Also musste ich jedes Modell abfragen und individuell, vorbereitete Konfigurationen mitgeben. Hier kam ich in Summer auf 13 verschiedene BIOS Konfigurationen für die gleiche Version auf 43 verschieden Hardwaremodelle.

Warum schreibe ich das alles? Es ist heute, im Jahr 2021 noch nicht sehr viel besser geworden. Einige Hardwarehersteller sind wirklich gut geworden und haben vereinheitlicht und sich den Anforderungen nach einem leichterem Clientmanagement wirklich angenommen. Andere fahren Ihre "Strategie der Individualität" konstant weiter, was es auch heutzutage noch wirklich nicht viel einfacher macht.

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